Leseprobe-Innenteil 2|2014

kontinente_02_2014_Licht u. Dunkel
Schau‘
himmelwärts

 

 

 

 

(Foto: Unterwegs in Brasilien)

Mich ausrichten auf den Himmel:
Mein Blick-Feld reinigen, damit sich mir eine neue Weite eröffnet,
die grenzenlose Verbundenheit schafft.

Mich orientieren am Himmel:
Meinen Horizont vergrößern, damit ich den größeren Zusammenhang entdecke,
der auch ein Leben vor dem Tod fördert.

Mich geborgen fühlen im Himmel:
Mein Urvertrauen freilegen, damit ich mitten im Alltag höre:
„Ich bin bei euch alle Tage eures Lebens!“
(Pierre Stutz)

 

„Es wehen die  Flaggen
vom Strande –
weithin in die
fremden Lande…“kontinente_02_2014_Sr.L.Terezinha Tigre

… so lautete das Abschiedslied beim Aufbruch der ersten Missionarinnen nach Rio Grande do Sul, Brasilien.

Die Schwestern wirken nun schon seit 86 Jahren segensreich an diesem Ort.

1928 war Rio Grande do Sul das Ziel von vier missionsbegeisterten Bonlander Franziskanerinnen.
In Sobradinho, einer deutschen Kolonie, heute : Arrroio do Tigre, wurde die erste Niederlasssung der Bonlander Franziskanerinnen eröffnet.
Die Schwestern sollten dort als Lehererinnen für die deutschsprachigen Jugendlichen in Unterricht und Erziehung tätig sein.

Schmerzlicher Beginn
Schon 14 Tage nach Ankunft der Schwestern in Sobradinho forderte der Tod in der Misson sein erstes Opfer: Schwester M. Benigna Schweizer starb im Alter von 32 Jahren infolge einer Vergiftung.
Ihre drei Mitschwestern überlebten diese Vergiftung nach langer Kankheit.
Die Chronistin von Arroio do Tigre berichtet präzise über den Aufbruch der Schwesten per Schiff, über die Überfahrt und die Ankunft in Sobradinho und vor allem über den traurigen Beginn der Missonstätigkeit im fremden Land unter fremden Menschen.

„Wenn Großes im Reiche Gottes gewirkt werden soll“, dann darf das Keruz nicht fehlen …“schreibt die Chronistin.

Mitten in dieser scheinbar hoffnungs- und ausweglosen Situation des Anfangs missionarischen Wirkens, entschlossen sich die Schwestern, dennoch ihrem Auftrag treu zu  bleiben und im Laufe der Jahre kamen weitere Mitschwestern hinzu.

So schmerzlich und leidvoll die Anfangserfahrung in Brasilien für die Kongregation und ihre junge Missionsgründung war, so ungebrochen wikten die Schwestern weiter und wiken nun schon seit 86 Jahren.

 Mehr darüber in kontinente 02|2014.

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