Leseprobe|Innenteil 05|2013

Südamerika_13Ohne Waffen musst du gehen.
Ohne den Schutz der Ausflüchte,
der Entschuldigungen,
der Behauptungen,
des Nicht-Wissens,
des eigenen Leidens.

Mit ausgestreckten Händen
musst du gehen,
die nichts als dein Bereitsein für den Frieden tragen.
Mit einem Herzen musst du gehen,
das Heimat geben will dem Anderssein,
dem fremden Hoffen,
dem Rufen nach Gerechtigkeit,
den brüderlichen Lasten.

So musst du gehen! 
ER wird bei dir sein.
(Christa Peikert-Flaspöhler)

Bild:
Bronze-Skulptur des Franz von Assisi vom Künstler Claudio Pastro, Brasilien.
Sie befindet sich im Konvent „Stella Maris“ unserer Mitschwestern in Brasilien.

„Franziskus“ ist sein Name ….
– Reaktionen unserer Schwestern in Argentinien über die Papstwahl –

„Papst Franziskus – ein Papst aus Lateinamerik, aus Argentinien, aus Buernos Aires – einer von uns ….“
Das waren die ersten Reaktionen unserer Mitschwestern in Argentinien, die uns am Wahlabend per Telefon oder e-Mail erreichten.
Was unvorstellbar war, ist Wirklichkeit geworden. Natürlich haben sich ebenso unsere Mitschwestern in Brasilien und Paraguay gefreut über die Wahl des argentinischen Papstes.
Überraschend für alle ist seine Namenswahl „Franziskus“ – Franz von Assisi!

Für die Schwestern in Florencio Varela, nahe Buenos Aires, ist Papst Franziskus kein Unbekannter. Sie kennen ihn als Priester, Padre, Erzbischof und Kardinal, der die Nähe der Menschen in den „Villas Miserias“ = den Elendsvierteln, aufsuchte, der gegen die Macht der Korruption ankämpfte, der Gottesdienste nicht nur in der Kathedrale in Buenos Aires feierte, sondern auf dem Bahnhof für die Obdachlosen, die um den Banhof herum nächtigen.

Sie kennen ihn als „Diener Gottes und der Menschen“, einfach, bescheiden und menschenfreundlich, mit einer tief-religiösen Haltung und erfrischender Ausstrahlung.

 

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